Zeiterfassung

Zeiterfassung in der Gastronomie: Pflicht, Praxis und digitale Stempeluhr

23. Juni 2026 · ca. 5 Min. Lesezeit

Seit der EuGH-Entscheidung und der Umsetzung in Deutschland müssen Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten erfassen — auch in Küche und Service. Wer nur auf Vertrauen oder handschriftliche Listen setzt, riskiert bei Zoll- und Mindestlohnprüfungen fehlende Nachweise. Die Pflicht zur Arbeitszeitaufzeichnung beim Minijob im Gastgewerbe gilt auch für kurze Schichten.

Ist Zeiterfassung in der Gastronomie wirklich Pflicht?

Ja — für jeden Beschäftigten müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit dokumentiert werden. Das betrifft Vollzeit, Teilzeit, Minijobs und Aushilfen gleichermaßen. Ausführlich: Was der Zoll kontrolliert.

Was schiefgeht ohne laufende Erfassung?

Die Spätschicht am Freitag wird oft gar nicht mehr notiert — Überstunden fehlen später komplett in der Auswertung. Der Zettel am Schwarzen Brett ist bei Streit über eine Schicht nicht belastbar, weil ihn ohnehin niemand mehr entziffern kann. Und Excel am Monatsende rekonstruiert keine Pausen oder Korrekturen, die zwei Wochen zurückliegen — zu spät für einen ehrlichen Nachweis.

Wie funktioniert die Stempeluhr am Tablet ohne Extra-Hardware?

Stempelzeit läuft als PWA ohne App-Store-Zwang auf jedem Android- oder iPad-Tablet in der Küche: Kommen, Gehen, Pause — mit PIN-Code pro Mitarbeiter. Ein Zugangscode gilt für alle Geräte, der Chef-Bereich ist mit eigener PIN getrennt. Praxis-Tipps: Stempeluhr auf dem Tablet.

Der PDF-Monatsbericht ist bereits im Standard-Tarif für 9,90 Euro enthalten. Ampeln, Soll-Ist-Vergleich und CSV-Import kommen ab Pro dazu, DATEV Lohn und Gehalt bleibt Premium für 34,90 Euro vorbehalten — Stempelzeit ersetzt keine Lohnabrechnung. Optional im BetriebsAssist-Hub mit Kassenbuch, Schwundbuch oder Bruchbuch.

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